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Presse Mitteilungen

Politikum Sitzenbleiben
auf Kosten der Schüler und der Steuerzahler

Erftstadt, 16.9.2016. Folgt man den Berechnungen der aktuellen Sitzenbleiber-Studie von billiger.de kosten die Klassenwiederholer die Steuerzahler 5,1 Milliarden Euro pro Jahr. Noch eines macht die Studie deutlich: Mit dem Sitzenbleiben wird auf dem Rücken und auf Kosten der Schüler Politik betrieben. Daher appelliert der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN), nicht einfach das Sitzenbleiben abzuschaffen, sondern den Schülern zu helfen, das Klassenziel zu erreichen.

"Hier wird an der falschen Stellschraube angesetzt: Statt die Schüler zu fördern schafft man das Sitzenbleiben ab und schmückt sich mit niedrigen Sitzenbleiber-Quoten", kritisiert Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN. Gibt es keine Klassenwiederholer, weil das Sitzenbleiben abgeschafft wurde, heißt das nicht automatisch, dass alle Schüler das Klassenziel erreicht haben. Das Ziel müsse dagegen sein, alle Schüler so zu fördern, dass sie das Klassenziel erreichen. Daher, so der Appell des VNN, müsse die Unterstützung einsetzen, sobald Schwächen und Wissenslücken erkannt werden. "Eine rechtzeitige schulbegleitende Förderung in Form von Nachhilfeunterricht hilft, die Spirale des Misserfolgs umzukehren."

Auch eine Klassenwiederholung ist aus Sicht des VNN keine Alternative zur rechtzeitigen Förderung: "Dadurch, dass der Schüler den Lernstoff lediglich ein zweites Mal hört, versteht er ihn nicht zwangsweise. Eine Klassenwiederholung ist nur sinnvoll, wenn der Schüler parallel gezielt und individuell gefördert wird", erklärt Sussieck. Angesichts der immensen Kosten von 34.000 € pro Klassenwiederholer appelliert sie, dieses Geld lieber in die Vorbeugung oder in die zielgerichtete Förderung zu investieren.

Kritik übt der VNN auch daran, dass der Eindruck entsteht, die Bildung und die Schüler seien in denjenigen Bundesländern besser, die das Sitzenbleiben abgeschafft haben. Denn schließlich können sie mit einer niedrigen Sitzenbleiber-Quote aufwarten. Im Umkehrschluss, so der VNN, würde das ja heißen, dass die Schüler und die Schulen in denjenigen Ländern schlechter seien, in denen es die Klassenwiederholung noch gibt und die Quote folglich höher ist.




Sommerschule - Die Ferien zum Lernen nutzen

Erftstadt, 16.6.2016. Ferien und Freizeit gehören untrennbar zusammen. Schließlich sollen sich die Schüler vom Schulstress erholen. Der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) empfiehlt, die unterrichtsfreie Zeit darüber hinaus sinnvoll zu nutzen. Dazu gehört es, ohne Leistungsdruck Schulstoff zu wiederholen oder Neues zu lernen.

"Die Sommerferien sind so lang, da bleibt noch genug Zeit zum Entspannen, auch wenn man mal ein oder zwei Stunden am Tag etwas lernt oder eine Woche lang eine Sommerschule besucht", erklärt Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN. Sie nennt vier gute Gründe, die für das Lernen in den Ferien sprechen: Die Schüler können ohne Druck Lücken schließen und nicht Verstandenes erarbeiten. Sie können bereits Gelerntes festigen und vertiefen. Wer mag, kann sogar schon ein wenig vorarbeiten, um entspannt ins neue Schuljahr zu starten. Und: Die Schüler haben zum Schulstart keine Probleme, sich wieder auf das Lernen einzustellen.

Vor allem der Spaßfaktor sollte beim Lernen in den Ferien nicht zu kurz kommen. Wer einen Auslandsaufenthalt vor sich hat, macht den Sprachkurs mit der Aussicht, die gelernten Vokabeln bald anwenden zu können. Wer in der Gruppe lernt, erfährt, dass er nicht der einzige ist, der Schwierigkeiten hat, die mathematischen Formeln oder grammatikalischen Regeln zu verstehen. Sich Lern- und Präsentationstechniken anzueignen bringt schnelle Erfolgserlebnisse, die motivieren.

Alle Mitglieder des VNN halten Sommerschul-Angebote bereit, damit die Schüler auch in den Ferien genau die passende Unterstützung erhalten. Auskunft über die jeweiligen Angebote erhalten Sie bei Ihrer VNN-Nachhilfeschule vor Ort. Die Kontaktdaten der VNN-Mitglieder finden Sie auf der Website des VNN unter www.nachhilfeschulen.org.




Sitzenbleiber kosten mehr als eine Milliarde Euro im Jahr – VNN fordert Vorbeugung statt Reparaturmaßnahmen

Erftstadt, 28.6.2016. Fast 150.000 Schüler werden auch in diesem Jahr das Klassenziel nicht erreichen und sitzenbleiben. Sie verlieren ein Jahr und verursachen Kosten von weit über einer Milliarde Euro. Der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) fordert daher ein konsequentes Umdenken: Durch eine individuelle Förderung im laufenden Schuljahr sollen den Schülern und dem Staatshaushalt Ehrenrunden erspart bleiben.

"Die bloße Wiederholung des Schulstoffs durch das Sitzenbleiben hilft keinem Schüler, Verständnislücken zu schließen", erklärt Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN und ergänzt: "Ziel muss es sein, die Ursachen für das Leistungsdefizit zu ermitteln und dann individuell mit dem Schüler aufzuarbeiten. Das kann schon im laufenden Schuljahr geschehen." So erspart man den Schülern die Frustration der Klassenwiederholung und die Trennung von ihren Freunden im Klassenverband - zwei Faktoren, die sich negativ auf die Lernmotivation auswirken können. Wichtig sei es auch, so Sussieck, rechtzeitig bei den ersten Hinweisen auf ein Nachlassen der Leistungen mit der gezielten schulbegleitenden Förderung zu beginnen.

Die Gründe für die Leistungslücken sind vielfältig: Sie reichen von längeren Fehlzeiten über Verständnisschwierigkeiten, Konzentrations- und Lernschwächen oder fehlenden Arbeitstechniken bis hin zu Prüfungsangst oder mangelnder Motivation. "Vor allem in der Pubertät fehlt vielen Schülern die Einsicht, warum sie lernen sollen", weiß Sussieck aus langjähriger Erfahrung. "Da nützt es nichts, wenn ich den Schüler noch ein Jahr länger beschule und damit seine Demotivation womöglich eher steigere." Eine mögliche Lösung kann hier das Lernen in anderen Kontexten wie in den Nachhilfe- und Nachmittagsschulen darstellen. Hat der Schüler schlechte Noten, weil er den Stoff nicht verstanden hat, hilft es, wenn ein anderer Pädagoge als der Fachlehrer ihm die Inhalte mit seinen Worten erklärt. So eröffnen Nachhilfelehrer den Schülern den Zugang zum Schulstoff und können ihnen durch die Vermittlung von Arbeitstechniken das Lernen erleichtern. Außerdem können die Nachhilfelehrer die Eltern und Schüler objektiv beraten, ob die gewählte Schulform oder Schullaufbahn für den Schüler die richtige ist.

Vorsichtigen Schätzungen zufolge kann man davon ausgehen, dass die Sitzenbleiber den Staat 1,013 Milliarden Euro kosten. Sussieck nimmt an, dass die Kosten sogar noch deutlich höher liegen: Da 4,5 Prozent der Hauptschüler sitzenbleiben - im Unterschied zu 2,1 bzw. 2,3 Prozent der G8- bzw. G9-Gymnasiasten -, und die Kosten pro Hauptschüler um 1.100 € über dem Durchschnitt liegen, sind die reinen Schulkosten für die Wiederholer noch höher. Hinzu kommen weitere Fördermaßnahmen, die während der Ehrenrunde ergriffen werden, sowie der verspätete Eintritt des Schülers in den Arbeitsmarkt.

Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN)